Fertigungsmechaniker/-in Prüfung 2026: Aufbau, Inhalte und Gewichtung

Seit 2013 gilt für Fertigungsmechaniker/-innen die aktuelle Ausbildungsordnung mit gestreckter Abschlussprüfung. Die Prüfung besteht aus Teil 1 und Teil 2. Teil 1 zählt 40 % und findet etwa in der Mitte der Ausbildung statt. Teil 2 zählt 60 % und findet am Ende der Ausbildung statt. Insgesamt umfasst die Prüfung fünf Prüfungsbereiche. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, welche einzelnen Prüfungen es gibt, wie sie gewichtet werden, was in den jeweiligen Prüfungen drankommt und was du beim Lernen beachten solltest.

Prüfungsbereich Prüfungsteil Zeit Gewichtung
Teil 1 der Abschlussprüfung Mitte der Ausbildung 8 Stunden
davon 6,5 Stunden praktisch und 90 Min schriftlich
40 %
Montageauftrag Ende der Ausbildung 6,5 Stunden
+ Fachgespräch max. 30 Min
30 %
Auftrags- und Funktionsanalyse Ende der Ausbildung 120 Min 10 %
Montagetechnik Ende der Ausbildung 120 Min 10 %
Wirtschafts- und Sozialkunde Ende der Ausbildung 60 Min 10 %
Inhalt

Wie ist die gestreckte Abschlussprüfung für Fertigungsmechaniker/-innen aufgebaut?

Wichtig: Die genauen Anforderungen richten sich nach deiner Ausbildungsordnung und den Vorgaben deiner zuständigen IHK. Für den Ausbildungsberuf Fertigungsmechaniker/-in gilt die aktuelle Ausbildungsordnung mit gestreckter Abschlussprüfung. Diese besteht aus Teil 1 und Teil 2.

  • Teil 1 findet bereits im Laufe der Ausbildung statt und fließt schon in deine Endnote ein.
  • Teil 2 findet am Ende deiner Ausbildung statt und umfasst folgende Prüfungsbereiche:
    • Montageauftrag
    • Auftrags- und Funktionsanalyse
    • Montagetechnik
    • Wirtschafts- und Sozialkunde

Wie setzt sich die Abschlussnote zusammen?

Damit du dich gezielt auf die Abschlussprüfung vorbereiten und eine gute Gesamtnote erreichen kannst, solltest du wissen, wie sich deine Note zusammensetzt. Denn nicht jeder Prüfungsbereich zählt gleich viel. Bereiche mit einer höheren Gewichtung haben entsprechend mehr Einfluss auf dein Ergebnis und sollten in deinem Lernplan besonders berücksichtigt werden.

Die Abschlussnote der Prüfung für Fertigungsmechaniker/-innen setzt sich aus diesen fünf Prüfungsbereichen zusammen:

  • Teil 1 der Abschlussprüfung: 40 %
  • Teil 2: Montageauftrag: 30 %
  • Teil 2: Auftrags- und Funktionsanalyse: 10 %
  • Teil 2: Montagetechnik: 10 %
  • Teil 2: Wirtschafts- und Sozialkunde: 10 %

Wann gilt die Prüfung für Fertigungsmechaniker/-innen als bestanden?

Die Prüfung gilt als bestanden, wenn …

  • dein Gesamtergebnis aus Teil 1 und Teil 2 mindestens ausreichend ist,
  • du im Prüfungsbereich Montageauftrag mindestens ausreichend erreichst,
  • du im Gesamtergebnis der Prüfungsbereiche Auftrags- und Funktionsanalyse, Montagetechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde mindestens ausreichend erreichst,
  • du in mindestens zwei dieser drei Prüfungsbereiche mindestens ausreichend erreichst
  • und du im dritten dieser drei Prüfungsbereiche nicht die Note ungenügend hast.

Was kommt in den einzelnen Prüfungen für Fertigungsmechaniker/-innen dran?

Wenn du dich als angehender Fertigungsmechaniker oder als angehende Fertigungsmechanikerin auf deine Prüfung vorbereitest, solltest du nicht einfach wahllos Unterlagen durcharbeiten. Besser ist es, die Prüfung nach ihren Prüfungsbereichen zu strukturieren. Denn jeder Bereich hat eigene Inhalte, typische Aufgabenformate und bestimmte Schwerpunkte, die du kennen solltest.

Wir von MyDigiAcademy haben dafür zahlreiche vergangene Prüfungen ausgewertet und so einen guten Überblick darüber gewonnen, welche Themen besonders häufig vorkommen und welche Schwerpunkte du in den einzelnen Prüfungsbereichen setzen solltest.

Im folgenden Überblick findest du die wichtigsten Fakten, Inhalte und Besonderheiten der einzelnen Prüfungen.

Teil 1 der Abschlussprüfung

In Teil 1 bearbeitest du eine komplexe Arbeitsaufgabe, in der praktische und schriftliche Elemente zusammengehören. Der Schwerpunkt liegt klar auf dem praktischen Arbeiten: Du fertigst ein Prüfungsstück an und bearbeitest dazu passende Aufgaben. Ergänzend dazu gibt es schriftliche Aufgaben, in denen du zeigen musst, dass du technische Zusammenhänge verstehst, Arbeitsschritte begründen und Lösungen fachlich einordnen kannst. Die Prüfung enthält außerdem situative Gesprächsphasen.

Typische Inhalte:

  • eine funktionsfähige Baugruppe herstellen
  • Bauteile bearbeiten und montieren
  • Werkzeuge, Maschinen und Prüfmittel richtig einsetzen
  • technische Unterlagen und Vorgaben anwenden
  • Funktionen prüfen und Arbeitsergebnisse kontrollieren
  • schriftliche Aufgaben zu technischen Zusammenhängen und Vorgehensweisen bearbeiten

Auftrags- und Funktionsanalyse

In Auftrags- und Funktionsanalyse bearbeitest du schriftliche Aufgaben zu technischen Unterlagen, Funktionen von Baugruppen und Systemen sowie zu Fehlern und Störungen. Dabei musst du zeigen, dass du technische Zusammenhänge verstehen, Probleme analysieren und passende Lösungen fachlich einordnen kannst. Typisch sind Aufgaben, in denen du Funktionen erläuterst, Fehler feststellst, Montage- und Demontagepläne anpasst und Methoden des Qualitätsmanagements anwendest.

Typische Inhalte:

  • technische Unterlagen anwenden und Skizzen anfertigen
  • Funktionen von Baugruppen und Systemen erläutern
  • Fehler feststellen und analysieren
  • Montage- und Demontagepläne anpassen
  • Methoden des Qualitätsmanagements anwenden
  • Regelungs- und Steuerungssysteme in ihrer Funktion unterscheiden und beurteile

Montagetechnik

In Montagetechnik bearbeitest du schriftliche Aufgaben zu typischen Abläufen aus der Montage von Baugruppen und Systemen. Dabei musst du zeigen, dass du Montageprozesse planen, Arbeitsmittel passend auswählen und technische Anforderungen fachlich richtig umsetzen kannst. Typisch sind Aufgaben, in denen du Montageschritte vorbereitest, Bauteile und Verbindungstechniken auswählst, Sicherheits- und Qualitätsanforderungen berücksichtigst und Montageabläufe technisch beurteilst.

Typische Inhalte:

  • Montageabläufe planen und strukturieren
  • Bauteile, Baugruppen und Verbindungstechniken auswählen
  • Werkzeuge, Vorrichtungen und Hilfsmittel passend einsetzen
  • technische Unterlagen und Vorgaben anwenden
  • Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen berücksichtigen
  • schriftliche Aufgaben zu Montageprozessen und Vorgehensweisen bearbeiten

Wirtschafts- und Sozialkunde

In dieser Prüfung geht es um allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen aus der Berufs- und Arbeitswelt. Gefragt sind grundlegende Kenntnisse, die für den Berufsalltag wichtig sind.

Typische Inhalte:

  • Rechte und Pflichten in der Ausbildung
  • Arbeitsrecht und Sozialversicherung
  • Aufbau und Organisation des Betriebs
  • wirtschaftliche Grundzusammenhänge
  • Umwelt- und Arbeitsschutz

Wie läuft der Arbeitsauftrag ab und was zählt er?

Der Prüfungsbereich „Montageauftrag“ gehört zu Teil 2 der Abschlussprüfung und findet damit am Ende der Ausbildung statt. In diesem Prüfungsbereich führst du einen betrieblichen Auftrag durch und dokumentierst ihn mit praxisbezogenen Unterlagen. Dafür stehen dir insgesamt 6,5 Stunden zur Verfügung. Anschließend folgt ein auftragsbezogenes Fachgespräch von maximal 30 Minuten. Der gesamte Prüfungsbereich Montageauftrag zählt 30 % zur Abschlussnote. Zum Nachweis kommen insbesondere Aufgaben aus dem Bereich der Montage von Baugruppen und Produkten, der Auftragsabwicklung, der Prüfung von Funktionen, der Qualitätssicherung sowie der Dokumentation von Arbeitsergebnissen in Betracht.

Welche Fehler solltest du bei der Prüfungsvorbereitung vermeiden?

Typische Fehler bei der Vorbereitung auf die Prüfung für Fertigungsmechaniker/-innen sind: zu spät anfangen, ohne Plan lernen, wichtige Themen aufschieben und zu wenig mit echten Prüfungsaufgaben üben. Auch viele Azubis unterschätzen, wie wichtig es ist, den Prüfungsaufbau und die Gewichtung der einzelnen Bereiche zu kennen. Wer nicht weiß, welche Prüfungen wie stark zählen und welche Inhalte wirklich relevant sind, lernt oft am Bedarf vorbei und setzt die falschen Schwerpunkte.

Typische Fehler sind zum Beispiel:

  • zu spät mit dem Lernen anfangen
  • ohne klaren Lernplan lernen
  • schwierige oder wichtige Themen aufschieben
  • zu wenig mit typischen Prüfungsaufgaben üben

Häufige Fragen zur Prüfung für Fertigungsmechaniker/-innen

Zählt Teil 1 schon für die Abschlussnote?

Ja. Teil 1 zählt bereits für die Abschlussnote. Bei Fertigungsmechaniker/-innen wird Teil 1 mit 40 % und Teil 2 mit 60 % gewichtet.

Die Prüfung für Fertigungsmechaniker/-innen ist bestanden, wenn dein Gesamtergebnis mindestens ausreichend ist. Außerdem musst du im Prüfungsbereich Montageauftrag mindestens ausreichend erreichen. Im Gesamtergebnis der drei Prüfungsbereiche Auftrags- und Funktionsanalyse, Montagetechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde musst du ebenfalls mindestens ausreichend sein. Zusätzlich musst du in mindestens zwei dieser drei Prüfungsbereiche mindestens ausreichend erreichen und darfst im dritten Prüfungsbereich nicht die Note ungenügend haben.

Die Prüfung für Fertigungsmechaniker/-innen ist für viele Azubis anspruchsvoll, weil sie praktische Aufgaben, schriftliche Prüfungen und einen umfangreichen Montageauftrag miteinander verbindet. Mit einer guten Vorbereitung auf die einzelnen Prüfungsbereiche ist sie aber gut zu schaffen.

Bei der Prüfung für Fertigungsmechaniker/-innen zählt Teil 1 der Abschlussprüfung 40 % und Teil 2 60 %. Innerhalb von Teil 2 werden der Montageauftrag mit 30 %, die Auftrags- und Funktionsanalyse mit 10 %, die Montagetechnik mit 10 % und Wirtschafts- und Sozialkunde mit 10 % an der Gesamtnote gewichtet.

Die Abschlussprüfung für Fertigungsmechaniker/-innen besteht aus Teil 1 und Teil 2. Teil 1 dauert insgesamt 8 Stunden, davon entfallen 6,5 Stunden auf die praktische Aufgabe, 90 Minuten auf die schriftlichen Aufgaben und höchstens 10 Minuten auf die situativen Gesprächsphasen. In Teil 2 dauert der Montageauftrag 6,5 Stunden, dazu kommt ein Fachgespräch von maximal 30 Minuten sowie die schriftlichen Prüfungen: Auftrags- und Funktionsanalyse mit 120 Minuten, Montagetechnik mit 120 Minuten und Wirtschafts- und Sozialkunde mit 60 Minuten.

Der Montageauftrag ist der wichtigste praktische Prüfungsbereich in Teil 2 der Abschlussprüfung. Dabei bearbeitest du einen realen berufstypischen Auftrag, dokumentierst dein Vorgehen mit praxisbezogenen Unterlagen und führst anschließend ein auftragsbezogenes Fachgespräch. Geprüft wird also nicht nur, ob du praktisch arbeiten kannst, sondern auch, ob du dein Vorgehen fachlich planen, begründen und erklären kannst.

In Teil 1 der Prüfung für Fertigungsmechaniker/-innen geht es vor allem um grundlegende berufliche Fertigkeiten. Typisch sind das Herstellen und Montieren von Bauteilen und Baugruppen, das Prüfen von Funktionen, das Arbeiten nach technischen Unterlagen sowie schriftliche Aufgaben zu technischen Zusammenhängen. Teil 1 verbindet also praktische Arbeit, schriftliche Aufgaben und situative Gesprächsphasen.

Für den Montageauftrag in Teil 2 stehen dir insgesamt 6,5 Stunden zur Verfügung. Zusätzlich folgt danach noch ein auftragsbezogenes Fachgespräch von maximal 30 Minuten.

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Fazit

Wer sich auf die Prüfung für Fertigungsmechaniker/-innen vorbereiten will, sollte vor allem den Aufbau, die Gewichtung und die Inhalte der einzelnen Prüfungsbereiche kennen. Genau das ist die Grundlage, um einen sinnvollen Lernplan zu erstellen und wichtige Themen rechtzeitig zu wiederholen. Besonders hilfreich ist es, nicht wahllos zu lernen, sondern sich an typischen Prüfungsinhalten und Aufgabenformaten zu orientieren. So kannst du dich besser auf Teil 1 und Teil 2 der Abschlussprüfung vorbereiten, sicherer in die Prüfung gehen und deine Chancen auf ein gutes Ergebnis deutlich verbessern.
Bild von Über die Autorin: Anna von MyDigiAcademy
Über die Autorin: Anna von MyDigiAcademy

Anna ist Teil des Expertenteams von MyDigiAcademy und entwickelt Lerninhalte für technische Ausbildungsberufe in enger Orientierung an den Anforderungen der IHK. MyDigiAcademy hat bereits tausenden Azubis, unter anderem mit Lernvideos und Prüfungssimulationen, bei der Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfung geholfen. Durch diese Erfahrung weiß das Team genau, welche Inhalte in der Prüfung wirklich zählen und wie Azubis sich gezielt und effektiv auf ihre IHK-Prüfungen vorbereiten können.

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