Industriemechaniker/-in Prüfung 2026: Aufbau, Inhalte und Gewichtung

Seit 2018 gilt für Industriemechaniker/-innen die aktuelle Ausbildungsordnung mit gestreckter Abschlussprüfung. Die Prüfung besteht aus Teil 1 und Teil 2. Teil 1 zählt 40 % und findet etwa in der Mitte der Ausbildung statt. Teil 2 zählt 60 % und findet am Ende der Ausbildung statt. Insgesamt umfasst die Prüfung vier Prüfungsbereiche. In diesem Ratgeber zeigen wir dir, welche einzelnen Prüfungen es gibt, wie sie gewichtet werden, was in den jeweiligen Prüfungen drankommt und was du beim Lernen beachten solltest.

Prüfungsbereich Prüfungsteil Zeit Gewichtung
Teil 1 der Abschlussprüfung Mitte der Ausbildung max. 8 Stunden
davon schriftlich max. 90 Min
40 %
Arbeitsauftrag (Teil 2) Ende der Ausbildung 18 Stunden
+ Fachgespräch max. 30 Min
30 %
Auftrags- und Funktionsanalyse (Teil 2) Ende der Ausbildung max. 120 Minuten 12 %
Fertigungstechnik (Teil 2) Ende der Ausbildung max. 120 Minuten 12 %
Wirtschafts- und Sozialkunde (Teil 2) Ende der Ausbildung 60 Min 6 %
Inhalt

Wie ist die gestreckte Abschlussprüfung für Industriemechaniker/-innen aufgebaut?

Wichtig: Die genauen Anforderungen richten sich nach deiner Ausbildungsordnung und den Vorgaben deiner zuständigen IHK. Für den Ausbildungsberuf Industriemechaniker/-in gilt die aktuelle Ausbildungsordnung mit gestreckter Abschlussprüfung. Diese besteht aus Teil 1 und Teil 2.

Teil 1 findet bereits im Laufe der Ausbildung statt und fließt schon in deine Endnote ein.

Teil 2 findet am Ende deiner Ausbildung statt und umfasst folgende Prüfungsbereiche:

  • Arbeitsauftrag
  • Auftrags- und Funktionsanalyse
  • Fertigungstechnik
  • Wirtschafts- und Sozialkunde

Wie setzt sich die Abschlussnote zusammen?

Damit du dich gezielt auf die Abschlussprüfung vorbereiten und eine gute Gesamtnote erreichen kannst, solltest du wissen, wie sich deine Note zusammensetzt. Denn nicht jeder Prüfungsbereich zählt gleich viel. Bereiche mit einer höheren Gewichtung haben entsprechend mehr Einfluss auf dein Ergebnis und sollten in deinem Lernplan besonders berücksichtigt werden.

Die Abschlussnote der Prüfung für Industriemechaniker/-innen setzt sich aus diesen vier Prüfungsbereichen zusammen:

  • Teil 1: der Abschlussprüfung: 40 %
  • Teil 2: Arbeitsauftrag: 30 %
  • Teil 2: Auftrags- und Funktionsanalyse: 12 %
  • Teil 2: Fertigungstechnik: 12 %
  • Teil 2: Wirtschafts- und Sozialkunde: 6 %

Wann gilt die Abschlussprüfung für Industriemechaniker/-innen als bestanden?

Die Prüfung gilt als bestanden, wenn …

  • dein Gesamtergebnis aus Teil 1 und Teil 2 mindestens ausreichend ist,
  • du im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag mindestens ausreichend erreichst,
  • du im Gesamtergebnis der Prüfungsbereiche Auftrags- und Funktionsanalyse, Fertigungstechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde mindestens ausreichend erreichst,
  • du in mindestens zwei dieser drei Prüfungsbereiche mindestens ausreichend erreichst
  • und du im dritten dieser drei Prüfungsbereiche nicht die Note ungenügend hast.

Was kommt in den einzelnen Prüfungen für Industriemechaniker/-innen dran?

Wenn du dich als angehender Industriemechaniker oder als angehende Industriemechanikerin auf deine IHK-Prüfung vorbereitest, solltest du nicht einfach wahllos Unterlagen durcharbeiten. Besser ist es, die Prüfung nach ihren Prüfungsbereichen zu strukturieren. Denn jeder Bereich hat eigene Inhalte, typische Aufgabenformate und bestimmte Schwerpunkte, die du kennen solltest.

Wir von MyDigiAcademy haben dafür zahlreiche vergangene Prüfungen ausgewertet und so einen guten Überblick darüber gewonnen, welche Themen besonders häufig vorkommen und welche Schwerpunkte du in den einzelnen Prüfungsbereichen setzen solltest.

Im folgenden Überblick findest du die wichtigsten Fakten, Inhalte und Besonderheiten der einzelnen Prüfungen.

Teil 1 der Abschlussprüfung

In Teil 1 bearbeitest du eine komplexe Arbeitsaufgabe, in der praktische und schriftliche Elemente zusammengehören. Der Schwerpunkt liegt klar auf dem praktischen Arbeiten: Du stellst in der Regel eine Baugruppe mit steuerungstechnischer Funktion her, montierst Bauteile, prüfst Funktionen und arbeitest nach technischen Unterlagen. Ergänzend dazu gibt es schriftliche Aufgaben, in denen du zeigen musst, dass du technische Zusammenhänge verstehst, Arbeitsschritte begründen und Lösungen fachlich einordnen kannst. Die Prüfung enthält außerdem kurze situative Gesprächsphasen.

Typische Inhalte:

  • Bauteile und Baugruppen herstellen und montieren
  • eine Baugruppe mit steuerungstechnischer Funktion aufbauen
  • Funktionen prüfen, messen und einstellen
  • technische Zeichnungen und Unterlagen anwenden
  • Arbeitsschritte planen, durchführen und kontrollieren
  • schriftliche Aufgaben zu technischen Zusammenhängen und Vorgehensweisen bearbeiten

Auftrags- und Funktionsanalyse

In dieser Prüfung geht es darum, technische Zusammenhänge, Funktionsabläufe und Arbeitsaufträge fachlich zu analysieren. Du musst zeigen, dass du technische Unterlagen sicher auswerten und daraus passende Schlussfolgerungen für die Praxis ziehen kannst.

Typische Inhalte:

  • technische Zeichnungen und Unterlagen auswerten
  • Funktionszusammenhänge von Maschinen und Systemen verstehen
  • Fehlerursachen erkennen und eingrenzen
  • Arbeitsabläufe analysieren
  • Prüf- und Messergebnisse beurteilen

Fertigungstechnik

Im Prüfungsbereich Fertigungstechnik geht es um typische Inhalte aus der Bearbeitung, Herstellung, Montage und Instandhaltung. Hier musst du zeigen, dass du Fertigungsverfahren, Werkstoffe, Werkzeuge und technische Abläufe sicher anwenden und beurteilen kannst.

Typische Inhalte:

  • Fertigungsverfahren auswählen und beurteilen
  • Werkstoffe und Hilfsstoffe richtig einsetzen
  • Montage- und Bearbeitungsschritte planen
  • Maße, Toleranzen und Prüfwerte berücksichtigen
  • Qualität und Funktion von Bauteilen sichern

Wirtschafts- und Sozialkunde

In dieser Prüfung geht es um allgemeine wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen aus der Berufs- und Arbeitswelt. Gefragt sind grundlegende Kenntnisse, die für den Berufsalltag wichtig sind.

Typische Inhalte:

  • Rechte und Pflichten in der Ausbildung
  • Arbeitsrecht und Sozialversicherung
  • Aufbau und Organisation des Betriebs
  • wirtschaftliche Grundzusammenhänge
  • Umwelt- und Arbeitsschutz

Wie läuft der Arbeitsauftrag ab und was zählt er?

Der Prüfungsbereich „Arbeitsauftrag“ gehört zu Teil 2 der Abschlussprüfung und findet damit am Ende der Ausbildung statt. In diesem Prüfungsbereich führst du einen betrieblichen Auftrag durch und dokumentierst ihn mit praxisbezogenen Unterlagen. Dafür stehen dir insgesamt 18 Stunden zur Verfügung. Anschließend folgt ein auftragsbezogenes Fachgespräch von maximal 30 Minuten. Der gesamte Prüfungsbereich Arbeitsauftrag zählt 30 % zur Abschlussnote. Innerhalb von Teil 2 hat der Arbeitsauftrag ein Gewicht von 50 % und ist damit der wichtigste Einzelbereich im zweiten Prüfungsteil. Zum Nachweis kommen insbesondere betriebliche Aufgaben wie das Herstellen, Einrichten, Ändern, Umrüsten oder Instandhalten von Maschinen und technischen Systemen in Betracht.

Welche Fehler solltest du bei der Prüfungsvorbereitung vermeiden?

Typische Fehler bei der Vorbereitung auf die Prüfung für Industriemechaniker/-innen sind: zu spät anfangen, ohne Plan lernen, wichtige Themen aufschieben und zu wenig mit echten Prüfungsaufgaben üben. Auch viele Azubis unterschätzen, wie wichtig es ist, den Prüfungsaufbau und die Gewichtung der einzelnen Bereiche zu kennen. Wer nicht weiß, welche Prüfungen wie stark zählen und welche Inhalte wirklich relevant sind, lernt oft am Bedarf vorbei und setzt die falschen Schwerpunkte.

Typische Fehler sind zum Beispiel:

  • zu spät mit dem Lernen anfangen
  • ohne klaren Lernplan lernen
  • schwierige oder wichtige Themen aufschieben
  • zu wenig mit typischen Prüfungsaufgaben üben

Häufige Fragen zur Prüfung für Industriemechaniker/-innen

Zählt Teil 1 schon für die Abschlussnote?

Ja. Teil 1 zählt bereits für die Abschlussnote. Bei Industriemechaniker/-innen wird Teil 1 mit 40 % und Teil 2 mit 60 % gewichtet.

Die Prüfung für Industriemechaniker/-innen ist bestanden, wenn dein Gesamtergebnis mindestens ausreichend ist. Außerdem musst du im Prüfungsbereich Arbeitsauftrag mindestens ausreichend erreichen. Im Gesamtergebnis der drei Prüfungsbereiche Auftrags- und Funktionsanalyse, Fertigungstechnik sowie Wirtschafts- und Sozialkunde musst du ebenfalls mindestens ausreichend sein. Zusätzlich musst du in mindestens zwei dieser drei Prüfungsbereiche mindestens ausreichend erreichen und darfst im dritten Prüfungsbereich nicht die Note ungenügend haben.

Die Prüfung für Industriemechaniker/-innen ist für viele Azubis anspruchsvoll, weil sie praktische Aufgaben, schriftliche Prüfungen und einen umfangreichen Arbeitsauftrag miteinander verbindet. Mit einer guten Vorbereitung auf die einzelnen Prüfungsbereiche ist sie aber gut zu schaffen.

Bei der Prüfung für Industriemechaniker/-innen zählt Teil 1 der Abschlussprüfung 40 % und Teil 2 60 %. Innerhalb von Teil 2 werden der Arbeitsauftrag mit 30 %, die Auftrags- und Funktionsanalyse mit 12 %, die Fertigungstechnik mit 12 % und Wirtschafts- und Sozialkunde mit 6 % an der Gesamtnote gewichtet.

Die Abschlussprüfung für Industriemechaniker/-innen besteht aus Teil 1 und Teil 2. Teil 1 dauert insgesamt bis zu 8 Stunden, davon entfallen bis zu 90 Minuten auf schriftliche Aufgaben. In Teil 2 dauert der Arbeitsauftrag 18 Stunden plus Fachgespräch, dazu kommen die schriftlichen Prüfungen Auftrags- und Funktionsanalyse (90 Minuten), Fertigungstechnik (90 Minuten) und Wirtschafts- und Sozialkunde (60 Minuten).

Der Arbeitsauftrag ist der wichtigste praktische Prüfungsbereich in Teil 2 der Abschlussprüfung. Dabei bearbeitest du einen betrieblichen Auftrag, dokumentierst dein Vorgehen mit praxisbezogenen Unterlagen und erklärst deine Arbeit anschließend in einem Fachgespräch. Geprüft wird also nicht nur, ob du praktisch arbeiten kannst, sondern auch, ob du dein Vorgehen fachlich begründen kannst.

In Teil 1 der Industriemechaniker-Prüfung geht es vor allem um grundlegende berufliche Fertigkeiten. Typisch sind das Herstellen und Montieren von Bauteilen und Baugruppen, das Prüfen von Funktionen, das Arbeiten nach technischen Zeichnungen und Unterlagen sowie schriftliche Aufgaben zu technischen Zusammenhängen. Teil 1 verbindet also praktische Arbeit, schriftliche Aufgaben und situative Gesprächsphasen.

Für den Arbeitsauftrag in Teil 2 stehen dir insgesamt 18 Stunden zur Verfügung. Zusätzlich folgt danach noch ein auftragsbezogenes Fachgespräch von höchstens 30 Minuten.

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Fazit

Wer sich auf die Prüfung für Industriemechaniker/-innen vorbereiten will, sollte vor allem den Aufbau, die Gewichtung und die Inhalte der einzelnen Prüfungsbereiche kennen. Genau das ist die Grundlage, um einen sinnvollen Lernplan zu erstellen und wichtige Themen rechtzeitig zu wiederholen. Besonders hilfreich ist es, nicht wahllos zu lernen, sondern sich an typischen Prüfungsinhalten und Aufgabenformaten zu orientieren. So kannst du dich besser auf Teil 1 und Teil 2 der Abschlussprüfung vorbereiten, sicherer in die Prüfung gehen und deine Chancen auf ein gutes Ergebnis deutlich verbessern.
Bild von Über die Autorin: Anna von MyDigiAcademy
Über die Autorin: Anna von MyDigiAcademy

Anna ist Teil des Expertenteams von MyDigiAcademy und entwickelt Lerninhalte für technische Ausbildungsberufe in enger Orientierung an den Anforderungen der IHK. MyDigiAcademy hat bereits tausenden Azubis, unter anderem mit Lernvideos und Prüfungssimulationen, bei der Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfung geholfen. Durch diese Erfahrung weiß das Team genau, welche Inhalte in der Prüfung wirklich zählen und wie Azubis sich gezielt und effektiv auf ihre IHK-Prüfungen vorbereiten können.

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