Fachkraft für Metalltechnik mit bestandenem Prüfungszeugnis

Fachkraft für Metalltechnik Prüfung 2026: Aufbau, Inhalte und Gewichtung

Für die Fachkraft für Metalltechnik gilt die Ausbildungsverordnung von 2013. Die Ausbildung dauert 2 Jahre und wird in vier Fachrichtungen angeboten: Montagetechnik, Konstruktionstechnik, Zerspanungstechnik sowie Umform- und Drahttechnik. Geprüft wird mit einer Zwischenprüfung und einer Abschlussprüfung. In diesem Ratgeber findest du Aufbau, Gewichtung und Inhalte für alle vier Fachrichtungen.

4 Prüfungsbereichein deiner Abschlussprüfung
60 % größter AnteilPraktischer Auftrag
3× schriftlich1× praktisch
PrüfungsbereichMontagetechnikKonstruktionstechnikZerspanungstechnikUmform- und DrahttechnikGewichtung
Praktischer AuftragMontageauftrag, 7 Std.Konstruktionsauftrag, 7 Std.Fertigungsauftrag, 7 Std.Produktionsauftrag, 90 Min.60 %
Schriftlicher Bereich 1Auftrags- und Funktionsanalyse, 90 Min.Fertigungstechnik, 90 Min.Fertigungstechnik, 90 Min.Auftragsanalyse und Arbeitsplanung, 90 Min.20 %
Schriftlicher Bereich 2Fertigungs- und Montagetechnik, 60 Min.Auftragsanalyse und Arbeitsplanung, 60 Min.Arbeitsplanung, 60 Min.Produktionstechnik, 60 Min.10 %
Wirtschafts- und Sozialkunde60 Min.60 Min.60 Min.60 Min.10 %
Inhalt
🎓 Prüfungsvorbereitung

Bereit für deine Abschlussprüfung?

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Wie ist die Prüfung für die Fachkraft für Metalltechnik aufgebaut?

Wichtig: Die genauen Anforderungen richten sich nach der Ausbildungsverordnung und den Vorgaben deiner IHK. Aufbau und Gewichtung sind in allen Fachrichtungen gleich, die Inhalte unterscheiden sich. Geprüft wird in zwei Schritten:

  • Die Zwischenprüfung findet zum Anfang des zweiten Ausbildungsjahres statt. Du stellst eine funktionsfähige Baugruppe her (6 Stunden) und bearbeitest schriftliche Aufgaben (60 Minuten). Sie zählt nicht zur Endnote.
  • Die Abschlussprüfung findet am Ende des zweiten Ausbildungsjahres statt und umfasst vier Prüfungsbereiche:
    • Praktischer Auftrag (je nach Fachrichtung)
    • Schriftlicher Bereich 1
    • Schriftlicher Bereich 2
    • Wirtschafts- und Sozialkunde

Wie setzt sich die Abschlussnote zusammen?

Der praktische Auftrag macht mit 60 % den größten Teil der Note aus. Die Abschlussprüfung umfasst vier Prüfungsbereiche mit folgender Gewichtung:

Gewichtung im Detail
  • Praktischer Auftrag: 60 %
  • Schriftlicher Bereich 1 (90 Minuten): 20 %
  • Schriftlicher Bereich 2 (60 Minuten): 10 %
  • Wirtschafts- und Sozialkunde: 10 %
Gewichtung der Prüfungsbereiche: Fachkraft für Metalltechnik

Wann gilt die Abschlussprüfung als bestanden?

Die Abschlussprüfung für Fachkräfte für Metalltechnik ist bestanden, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

  • im Gesamtergebnis mindestens ausreichend,
  • in mindestens drei der vier Prüfungsbereiche mindestens ausreichend und
  • in keinem Prüfungsbereich ungenügend.

Was kommt in den einzelnen Prüfungen für die Fachkraft für Metalltechnik dran?

Die Bezeichnungen der schriftlichen Bereiche unterscheiden sich je Fachrichtung, der Aufbau ist aber gleich. In der Tabelle oben siehst du, wie die Bereiche in deiner Fachrichtung heißen. Hier findest du die wichtigsten Inhalte. Zur Vorbereitung auf deine Fachrichtung: Montagetechnik, Konstruktionstechnik, Zerspanungstechnik und Umform- und Drahttechnik.

Zwischenprüfung

In der Zwischenprüfung stellst du eine funktionsfähige Baugruppe her und bearbeitest schriftliche Aufgaben. Sie zeigt dir, wo du stehst, und ist eine gute Generalprobe für die Abschlussprüfung.

Typische Inhalte
  • Technische Unterlagen lesen und anwenden
  • Bauteile manuell und maschinell bearbeiten
  • Baugruppen montieren
  • Prüfen und Messen
  • Arbeitssicherheit beachten

Schriftlicher Bereich 1

Je nach Fachrichtung heißt dieser Bereich Auftrags- und Funktionsanalyse (Montagetechnik), Fertigungstechnik (Konstruktions- und Zerspanungstechnik) oder Auftragsanalyse und Arbeitsplanung (Umform- und Drahttechnik).

Typische Inhalte
  • Aufträge analysieren und technische Unterlagen auswerten
  • Fertigungs- und Fügeverfahren beurteilen und auswählen
  • Werkstoffe auswählen und Kennwerte ermitteln
  • Montage- und Arbeitsabläufe planen
  • Prüfmethoden und Prüfmittel auswählen
  • Fachbezogene Berechnungen

Wirtschafts- und Sozialkunde

In Wirtschafts- und Sozialkunde geht es um wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge der Berufs- und Arbeitswelt.

Typische Inhalte
  • Ausbildungsvertrag und Berufsbildungsgesetz
  • Arbeits- und Tarifrecht
  • Sozialversicherung
  • Mitbestimmung und Betriebsrat
  • Arbeitsschutz
  • Betriebsformen

Schriftlicher Bereich 2

Dieser Bereich heißt je nach Fachrichtung Fertigungs- und Montagetechnik, Auftragsanalyse und Arbeitsplanung, Arbeitsplanung oder Produktionstechnik.

Typische Inhalte
  • Arbeitsabläufe planen und optimieren
  • Werkzeuge, Spannmittel und Maschinen auswählen
  • Technologische Kennwerte und Parameter bestimmen
  • Fehler analysieren und Qualitätsmängel erkennen
  • Prüfplanung und Dokumentation

Wie läuft der praktische Auftrag ab?

PrüfungsartPraktisch, Prüfungsstück bzw. Arbeitsprobe
Dauer7 Stunden (Umform- und Drahttechnik: 90 Minuten)
Gewichtung60 % der Gesamtnote
ZeitpunktAm Ende der Ausbildung
Der praktische Auftrag ist der wichtigste Teil der Abschlussprüfung. In Montage-, Konstruktions- und Zerspanungstechnik fertigst du in 7 Stunden ein Prüfungsstück nach Auftrag: von der Planung über die Fertigung bzw. Montage bis zur Prüfung und Dokumentation. In der Umform- und Drahttechnik ist es eine 90-minütige Arbeitsprobe an einer Produktionsanlage. Montagetechnik: Bauteile bearbeiten, Baugruppen montieren, ausrichten und einstellen. Konstruktionstechnik: Bleche bearbeiten und mit zwei unterschiedlichen Schweißverfahren fügen. Zerspanungstechnik: Bauteile spanend fertigen und Maße prüfen. Umform- und Drahttechnik: Anlage rüsten, anfahren, Maße korrigieren und Produkte prüfen.

Welche Fehler solltest du bei der Prüfungsvorbereitung vermeiden?

Typische Fehler bei der Vorbereitung sind: zu spät anfangen, den praktischen Auftrag nur „nebenbei“ üben und die schriftlichen Bereiche unterschätzen.

Typische Fehler sind zum Beispiel:

  • zu spät mit dem Lernen anfangen
  • den praktischen Auftrag zu wenig unter Zeitdruck üben
  • Fachrechnen und Werkstoffkunde vernachlässigen
  • die Dokumentation vergessen

Häufige Fragen zur Prüfung für die Fachkraft für Metalltechnik

Wann findet die Zwischenprüfung statt?

Die Zwischenprüfung findet zum Anfang des zweiten Ausbildungsjahres statt. Sie zählt nicht zur Endnote.

Die Ausbildung dauert 2 Jahre. Nach bestandener Prüfung kannst du in einem verwandten 3,5-jährigen Metallberuf ins dritte Ausbildungsjahr einsteigen.

Die Abschlussprüfung hat in jeder Fachrichtung vier Prüfungsbereiche: den praktischen Auftrag, zwei schriftliche Fachbereiche und Wirtschafts- und Sozialkunde.

Die Gesamtnote ist ein gewichteter Durchschnitt: praktischer Auftrag 60 %, schriftlicher Bereich 1 20 %, schriftlicher Bereich 2 10 % und WiSo 10 %.

Ja, eine nicht bestandene Abschlussprüfung kann zweimal wiederholt werden.

Auf Antrag ist in einem schriftlichen Bereich eine mündliche Ergänzungsprüfung von etwa 15 Minuten möglich, wenn sie für das Bestehen den Ausschlag geben kann. Gewichtet wird im Verhältnis 2 : 1.

Du kannst die Ausbildung im dritten Jahr eines verwandten Berufs fortsetzen, zum Beispiel als Industriemechaniker/-in (Montagetechnik), Konstruktionsmechaniker/-in (Konstruktionstechnik), Zerspanungsmechaniker/-in (Zerspanungstechnik) oder Stanz- und Umformmechaniker/-in (Umform- und Drahttechnik).

Zuständig ist die IHK.

Deine nächsten Schritte

Jetzt gezielt auf die Prüfung vorbereiten

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Fazit

Die Prüfung zur Fachkraft für Metalltechnik ist in allen vier Fachrichtungen gleich aufgebaut: Zwischenprüfung plus Abschlussprüfung mit vier Bereichen. Der praktische Auftrag zählt 60 % und entscheidet damit maßgeblich über deine Note. Übe die Arbeiten deiner Fachrichtung regelmäßig und bereite dich gezielt auf die schriftlichen Bereiche vor. So bestehst du sicher und kannst danach sogar in einen 3,5-jährigen Metallberuf einsteigen.
Bild von Über die Autorin: Anna von MyDigiAcademy
Über die Autorin: Anna von MyDigiAcademy

Anna ist Teil des Expertenteams von MyDigiAcademy und entwickelt Lerninhalte für technische Ausbildungsberufe in enger Orientierung an den Anforderungen der IHK. MyDigiAcademy hat bereits tausenden Azubis, unter anderem mit Lernvideos und Prüfungssimulationen, bei der Vorbereitung auf ihre Abschlussprüfung geholfen. Durch diese Erfahrung weiß das Team genau, welche Inhalte in der Prüfung wirklich zählen und wie Azubis sich gezielt und effektiv auf ihre IHK-Prüfungen vorbereiten können.

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AW

Antonia Wenzel

Ausbilderin, Raben Trans